Vogelfreunde fragen sich im Winter regelmässig, ob die Fütterung von Gartenvögeln sinnvoll sei. Viele lieben es auch, «ihre» Vögel an der Futterstelle aus der Nähe beobachten zu können.
Unsere Dachorganisation BirdLife meint dazu, dass gegen sachgemässes und massvolles Füttern im Winter nichts einzuwenden sei. Vor allem bei Dauerfrost und geschlossener Schneedecke können wir damit unseren Kleinvögeln im Siedlungsraum das Überleben erleichtern. Gefährdete Arten der Roten Listen besuchen allerdings unsere Vogelhäuser kaum.
Was bedeutet «sachgemässe und massvolle» Fütterung?
- Das Futter wird in einem Silo angeboten, kann also nicht nass werden.
- Die Vögel können das Futter nicht verkoten.
- Bäume und Büsche in der Nähe des Futterhäuschens bieten den Vögeln Zuflucht.
- Im Umkreis von zwei Metern sollte die Futterstelle gut überschaubar sein (Katzen!)
- Fertigfuttermischungen, die viel Sonnenblumenkerne und Hanfsamen enthalten, sind ideal.
- Weich- und Insektenfresser nehmen gern Haferflocken, zerhackte Nüsse, Rosinen und Obst an.
- Abgedeckte Kompost- und Misthaufen erleichtern den Zugang zu Insekten.
Vielfältige und intakte Lebensräume, die auch den Insektenfressern unter den Vögeln im Sommer genügend Nahrung bieten, sind wichtiger als die Winterfütterung: Nur so kann eine artenreiche Vogelwelt überleben!
