Amphibienschutzzaun

Amphibienschutz

Amphibienschutz in Beringen aufgegeben

Amphibien gehören weltweit und auch in der Schweiz zu den am stärksten bedrohten Tiergruppen. Auf den Roten Listen nehmen Amphibien, verglichen mit Säugetieren und Vögeln, mit Abstand den Spitzenplatz ein. Während mehr als 30 Jahren organisierte die Naturschutzkommission Beringen mit zahlreichen Freiwilligen, darunter stets auch Mitglieder des CORVUS, die sichere Wanderung der Amphibien vom Wald des Südrandens zu ihrem Laichgewässer Rossfähi: Entlang der immer stärker befahrenen Trasadingerstrasse stellten sie einen Amphibienzaun auf, fingen Frösche, Kröten und Molche in Eimern und trugen sie sicher über die Strasse zur Rossfähi, wo sie laichen konnten. Mit diesem Hin- und Rücktransport wurden jedes Jahr Hunderte von Amphibien vor dem Überfahren gerettet – bis in den letzten Jahren die Bestände zunehmend einbrachen. Die Gründe dafür sind nicht geklärt: Wasserstand und -qualität in der Rossfähi? Kälte während der Amphibienwanderung? Trockenheit? … Im Frühjahr 2025 enthielten die Eimer kaum mehr 20 Amphibien, die Population war völlig zusammengebrochen. So musste das Fröschlitragen – zumindest vorläufig - aufgegeben werden.